Heute hat sich in mir ein Gedanke verbal manifestiert, den ich bis dahin zwar auf der Gefühlsebene verstanden habe, der bei mir aber erst jetzt konkret wurde. Ihr braucht euch nicht festzuhalten, ihr braucht euch nicht hinzusetzen, denn er ist nicht sonderlich innovativ. Aber heute ist mir klar geworden, dass es alles andere als erstrebenswert ist, von aller Welt gemocht zu werden. Alle Mädchen (denn ich gehe von Mädchen aus wie ich selbst eines bin), die ich kannte, die von aller Welt gemocht wurden, ließen sich in zwei Kategorien einteilen. Die eine Kategorie ist durchschnittlich clever, lässt dafür aber keine Party aus und ist der good buddy von jedermann- wenn man mal von denen absieht, die sie übersieht (wohlgemerkt: nicht ignoriert!). Die zweite Kategorie ist das Mädchen, das wirklich zu jedem nett ist, sich immer höflich verhält und egal was sie anfasst mit Bravour erledigt. Diese Kategorie ist die weitaus bedauernswertere. Die erste Kategorie wird irgendwann alt, hat nicht mehr so viel Energie, aber wenn sie sich langsam aus dem gesellschaftlichen (wohlgemerkt: nicht unbedingt kulturellen) Leben zurückzieht, kann sie zumindest auf eine Menge Freunde zurückgreifen. Die zweite Kategorie hingegen muss ihre Fähigkeiten mit dem Alter steigern, muss jedes Jahr freundlicher, höflicher und erfolgreicher werden, um den Anforderungen gerecht zu werden. Wenn sie Glück hat, meistert sie diese Herausforderung oder hat im Falle des Scheiterns einen großen Freundeskreis und eine liebende Familie, die sich ihrer annimmt. Wenn sie jedoch Pech hat, dann scheitert sie und alle Welt mag sie zwar, hat aber nicht das Gefühl ihr nahe genug zu stehen, um ihr zu helfen. Sie ist auf ihrem Olymp der Überlegenheit gefangen.
Beide Kategorien haben jedoch eines gemeinsam: sie lassen sich von der Gesellschaft ihrer Individualität berauben. Wer will also Durchschnitt sein oder sich zu einem Ideal machen lassen? Hoffen wir auf eine dritte Kategorie? Oder sollte es nicht lieber 6 Mrd Kategorien geben?
Beide Kategorien haben jedoch eines gemeinsam: sie lassen sich von der Gesellschaft ihrer Individualität berauben. Wer will also Durchschnitt sein oder sich zu einem Ideal machen lassen? Hoffen wir auf eine dritte Kategorie? Oder sollte es nicht lieber 6 Mrd Kategorien geben?
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