Posts mit dem Label S-Bahn-Fahrer der Woche werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label S-Bahn-Fahrer der Woche werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

21 November 2008

S-Bahn-Fahrer der Woche III

Diese Woche hatte ich auch die Auswahl zwischen zwei Kandidaten. Eine Frau, deren Klingelton "Happy Birthday" war, und ein Mann, der sein Kreuzworträtsel so wichtig gelöst hat, als wäre es weltbewegend.

Ich finde, dass der Rätsler gewinnen sollte. Erstens kann es ja sein, dass die Frau tatsächliche Geburtstag hatte und zweitens hat mich der Mann dabei sosehr an den Hausmeister aus Scrubs erinnert. Er saß da, hat gewichtig sein Beine übereinandergeschlagen, seine Stirn in tiefe Falten gelegt und sich ständig übers Kinn gestrichen. Ein sehr erhebender Anblick. Weil ich jetzt endlich weiß, wie es ist, dem Hausmeister im wahren Leben zu begegnen. Und wer hat sich diese Frage noch nicht gestellt?

12 November 2008

S-Bahn-Fahrer der Woche II

Ja, ja, schon wieder zu früh. Aber ich hatte heute gleich zwei lustige Mitfahrende. Der erste hat innerhalb von 20 Minuten drei Bananen gegessen, und dabei sogar noch ein paar in seiner Tasche gehabt. Wenn das mal nicht einseitige Ernährung ist... :-P

Der zweite war eigentlich nicht wirklich lustig. Im Gegenteil. Als seine Station angekündigt wurde, hat er sein Softcover-Buch gepackt und in seine Tasche geknittert. Lieber Leser, so behandelt man bestenfalls die BILD-Zeitung, höchstens noch Reclam-Hefte. Und selbst letzteres ist nicht die feine Art!

07 November 2008

Der S-Bahn-Fahrer der Woche

Eine neue Kategorie. Da ich wegen meines Praktikums täglich eine Stunde in der S-Bahn zubringe, treffe ich mit den verrücktesten Leuten zusammen. Gestern hatte ich einen Gecken und ich wage zu behaupten, der wird auch heute nicht mehr übertroffen. Also: er kommt rein, setzt sich hin, starrt in die Fensterscheibe und richtet erst einmal den Ansatz seines Bürstenhaarschnittes. Guckt weg, bewundert sich wieder und streicht über seine Augenbrauen. Dann bemerkt er, dass er nicht allein ist und ist traurig. Aber zum Glück gibt es vor ihm eine weitere Scheibe. Da sie nicht so dunkel mit Nacht hinterlegt ist, wirft sie natürlich kein so klares Bild zurück. Dafür ist es aber nicht ganz so auffällig, wenn man sich darin in seiner ganzen Herrlichkeit bewundert. Und somit saß ein glücklicher Geck vor mir.