20 August 2008

Wackelpudding

Heute habe ich das erste Mal den Versuch unternommen, Wackelpudding oder auch Götterspeise selbst herzustellen. War ganz einfach. Und viele Zutaten sind dafür auch nicht nötig:
  • 500 ml Saft (möglichst 100 %, hier ist es Birnsaft)
  • 1 Packung gemahlene Gelatine
  • Gummitiere nach Belieben

Zuerst nimmt man etwas Saft ab, gibt ihn schon einmal in einen Topf und mischt die gesamte Gelatine unter. Man lässt das Ganze zehn Minuten quellen, irgendwann sieht es dann aus wie Mus.

Während der Wartezeit kann man schon einmal die Förmchen oder die Schüsseln mit Gummitierchen auslegen. Vorsicht! Gummitierchen in Wackelpudding sind zäher als man es gewohnt ist.


Nachdem die zehn Minuten Quellzeit um sind, erhitzt man das Ganze, bis sich die Gelatine vollständig aufgelöst hat und die Konsistenz nicht mehr breiig sondern flüssig ist. Dann gibt man auch den restlichen Saft hinzu, verrührt alles sorgfältig und füllt die Masse in die Förmchen. Ab in den Kühlschrank damit ~(´.`)~. Bis die Masse fest ist können einige Stunden vergehen. Das hängt auch von der Größe der Förmchen ab. Also etwas Geduld. Oder ihr lasst alles über Nacht erkalten. Bekanntlich vergeht die Zeit im Schlaf wie im Flug.

Wenn der Wackelpudding hart geworden ist, könnt ihr ihn verspeisen. ABER: es gibt auch eine zweite Möglichkeit. Ihr könnt die Silikonformen ins Gefrierfach tun und sie über einige Stunden durchfrieren lassen. Es müssen hierbei aber Silikonformen sein. Ihr nehmt also den gefrorenen Wackelpudding aus dem Gefrierfach und stülpt die Silikonformen ab.

Dann nehmt ihr euch einen Gefrierbeutel oder eine Gefrierdose und füllt es darein um. Legt es wieder ins Gefrierfach und dann entnehmt ihr es morgens wieder portionsweise. So könnt ihr einen essbaren Kühlakku in euer Bento tun. Itadakimasu!

19 August 2008

Fremde Worte

Heute bin ich einer Frau begegnet, die wirklich, wirklich sehr, sehr sympatisch war. Wenn da bloß nicht ihr Hang zum Verwenden von Fremdworten gewesen wäre... Warum kann man anstelle von textaffin nicht sagen: "Schreibst du gern?" Hat genauso viele Silben, kommt aber wesentlich weniger distanzierend (oder sollte ich sagen: abstandaufbauend?) rüber. Meiner Meinung nach sollte man bis zu einem gewissen Grat Fremdworte aus der Alltagssprache verbannen. So kann man sich selbst mit Leuten, die über einen etwas eingeschränkteren Wortschatz verfügen, erfolgreich austauschen. Man könnte Missverständnissen vorbeugen und somit den Weltfrieden fördern ~.~ .

17 August 2008

Zitat des Tages

"Gib dem Seelenaffen Zucker." (David Kleingers)

16 August 2008

Bento #9

Gestern habe ich meine Schwester angerufen und ihr vorgeschlagen, ein paar Wraps fürs Mittagessen mitzubringen. Ihre Reaktion: "Aber ich wollte doch zu Burger King!" Gut, dachte ich. Zeigen wir ihr, was sie verpasst. Ich habe natürlich keine Wraps gemacht, da das für eine Person zu viel Aufwand gewesen wäre. Aber dafür habe ich gestern Reis und Hähnchen Chop-Suey aus dem Gefrierfach gefischt. Das ist dabei entstanden:


Oben:
  • links: Hähnchen Chop-Suey
  • Mitte: Duftreis
  • rechts: zwei Artschockenherzen
Unten links:
  • Häschen-Orangen-Spalte
  • eine Kiwi in Scheiben geschnitten
  • eine halbe Nektarine
  • alles getrennt durch Trenngras
Unten rechts: 6 Mini-Donuts mit Schokosauce im Fläschchen

Naja, danach habe ich meiner Schwester doch von allem etwas abgegeben. Sieht halt zu lecker aus, nicht wahr?

Meine Schwester in Berlin

Heute ist meine Schwester mit zwei Freunden nach Berlin gekommen. Da sie sich nicht so auskennt und generell sehr unorganisiert ist, habe ich sie begleitet, damit sie auch alles findet, was sie sucht. Ich habe die drei also heute am Bahnhof abgeholt und dann sind wir erst einmal zur Eberswalder Straße gefahren. Sie wollte in zwei Gothic-Läden und in einen Mittelalterladen. Nun, der Mittelalterladen in der Raumerstraße, den gibt es anscheinend schon lange nicht mehr. Da ist jetzt ein Bioladen drin. Der Black Rose Store in der Danziger war auch verschwunden. Blieb also nur noch der X-tra X in der Schönhauser. Der hatte zum Glück offen, und da er aus zwei voneinander getrennten Räumlichkeiten besteht haben wir einfach so getan, als ob es zwei Läden wären. Naja, ich kam mir dort ein bisschen idiotisch vor, in meiner bunten Kleidung, doch ich wollte mich auch nicht verkleiden. Aber Gothics sind scheinbar so tolerant, wie sie es sich von ihrer Umwelt wünschen müssen.

Dann sind wir zum Alex gefahren, weil ein Freund meiner Schwester sich dort mit einem alten Kumpel treffen wollte. Währenddessen sind wir dann zu Neo Tokyo gegangen. Das ist so ein Laden, der sich mit japanischer Populärkultur befasst. Da gibt es also Manga, Anime, CDs, Zeitschriften, etc. Ich hab mir eine neue Ausgabe des Seventeen gekauft.

Als wir dort fertig waren haben wir einen Foto-Automaten entdeckt und die Gelegenheit wahrgenommen. Ich weiß, mein Leben ist eintönig, aber ich wollte schon immer mit meiner Schwester solche Fotos machen.

Dann sind wir noch zum Ku'Damm gefahren, aber da haben wir nichts besonderes gemacht. Ich bin ein bisschen allein in den H&M während die anderen in den Saturn sind, dann sind wir schnell zum Bahnhof gehetzt, und eine Minute, bevor der Zug fahren sollte, waren wir da. Puh, das war knapp!

13 August 2008

Reis einfrieren

Also wenn ich Reis koche, dann bleibt meistens auch was übrig. Was also mit dem restlichen Reis machen? Ich nehme dann für gewöhnlich einen Gefrierbeutel, fülle den übrigen Reis hinein, drücke den Beutel platt und verschließe ihn. Dann drücke ich Mulden mit einem Spieß oder ähnlichem, um Portionen abzutrennen und friere das Ganze ein. Danach lässt sich alles portionsweise entnehmen. Einfach abbrechen!

Wenn ihr den Reis dem Gefrierfach entnehmt morgens schnell in der Mikrowelle erhitzen. Oder wenn ihr so wie wir keine Mikrowelle habt, dann einfach über Nacht auftauen lassen.

Was man natürlich auch machen kann: Den Reis schon in Form von Onigiri oder eben in Form eurer Bento-Box einfrieren. Und dann eben bei allem anderen genauso verfahren wie zuvor erwähnt.

12 August 2008

Bento #8

Heute gab es ein kleines Snack-Bento. Ernsthaft, es sieht viel aus, aber das liegt mehr am Abwechslungsreichtum als an der Menge. Bin nämlich heute ohne zu frühstücken zum Wochenmarkt am Maybachufer gefahren, und wusste, dass ich spätestens um elf, halb zwölf Hunger bekommen würde. So war es dann auch. Aber ich war ja gut ausgerüstet.


oben:
  • rechts: Birne
  • links oben: Trüffel aus "Das süße Leben"
  • links unten: Truthahnbrust-Käse-Röllchen
Mitte:
unten:
  • Artischockenherz und Vollkornsesamkringel

Umgang mit Tieren

Zählt es als natürliche Todesursache, wenn Häschen oder Rehe erschossen werden?

10 August 2008

Café 100wasser

Gestern habe ich mich mit drei Freundinnen auf Cocktails getroffen. Wir haben uns Warschauer Brücke verabredet und sind dann ins Café 100wasser. Wir haben uns entschieden, drinnen zu sitzen, da es gestern doch recht kühl war und wir eine halbe Stunde auf die letzte von uns im Wind gewartet haben. Sie konnte aber nichts dafür. Spontaner S-Bahn-Ausfall.

Ich habe mir dort einen Jogg Tail (war mit frischen Limetten- und Orangenscheiben und Tonic - alkoholfrei) und einen Touch Down (zu süß, und den Alkohol hat man auch kaum gespürt) bestellt. Und wie wir dort so saßen, hat auch ein Mädel, das kaum älter war als wir, ihren Junggesellinenabschied gefeiert. Das hat uns natürlich auf das Thema Hochzeit gebracht und eine meiner Freundinnen war einmal auf einer Hochzeit, die haben etwas gemacht, was ich in sagen wir fünf Jahren auf meiner Hochzeit nachmachen werde. Sie haben der Braut ein Paket überreicht, aus dem beim Öffnen unzählige Schmetterlinge herausflogen. So schön! Und viel cooler als diese weißen Tauben.

Ansonsten war es ein geselliger Abend, wir haben uns über Filme, Bücher, Hochzeiten, Zukunftsaussichten, und so weiter unterhalten. Um halb eins sind wir dann los gegangen, und da wir demnächst in alle Winde verstreut werden, wollten wir in diesen Foto-Automaten (ihr wisst schon, die, die PuriKuras noch am nächsten kommen) noch mal Quatschfotos machen. Wenn man dort normalerweise hingeht, dann hat man im schlimmsten Fall noch ein Pärchen vor sich. Nun, wir hatten den gesamten Junggesellinenabschied... Wir haben aber gewartet und es hat sich dann herausgestellt, dass der Großteil ohnehin schon fertig war. Also haben wir unsere Bilder gemacht. Leider haben wir nicht 2 sondern 6 Euro für unsere Bilder bezahlt, weil eine aus unserem Bund im Brustton der Überzeugung meinte, neulich hätte sie das gemacht und dann 12 Bilder bekommen. Wir haben nach den ersten vier Bildern wirklich lange gewartet - aber es kam nichts. Zwar schade, aber die Bilder, die wir bekommen haben sind wirklich klasse geworden.

Zitat des Tages

'Und ihm wird klar, daß sich die Welt verändert hat und daß es ganz unmöglich geworden ist, auf dieser Welt zu leben. Finstere, trostlose Gedanken bemächtigen sich seiner.'

(aus der Kurzgeschichtensammlung 'Die Ehe aus Berechnung und andere Erzählungen' von Anton Tschechow, Geschichte hat den Titel 'Unteroffizier Pischibejew')