23 Juli 2008

Shopping-Odyssee

Heute waren mein Freund, seine Eltern und ich im Demex-Outlet-Center in der Wustermark. Unter dem Vorwand, mir zu meinem fantastischen Abschluss meines Modedesign-Studiums etwas zu schenken sind wir also zu viert zwei Stunden zu unserem Bestimmungsort gefahren. Mein Freund war etwas murrig, weil er Autofahrten als Mitfahrer hasst und ja sowieso nie dort etwas findet...

Am Ende sah es so aus: mein Freund hat ein neues Paar Schuhe, ein neues T-Shirt, eine neue Sweatjacke und die obligatorischen neuen Socken. Gesamtwert will ich nicht mal schätzen. Und was habe ich? Eine wirklich billige Jacke (kostengünstig, nicht billig!) und ein Oberteil, das in seiner Leichitgkeit nur noch von seinem Preis unterboten wird. Jetzt denkt man natürlich: Was regt dieses Mädel sich bloß so auf? Sie hat doch was bekommen! Punkt ist jedoch: Es ist immer so, dass mein Freund der Meinung ist, nichts finden zu können und dann den Kofferraum zur Hälfte mit seinen eigenen Errungenschaften füllt.

Das Gute ist jedoch: Dadurch ist nicht viel zu meinem übrigen Gepäck hinzugekommen. Und da ich ohne meinen Freund in unsere Wohnung nach Berlin gefahren bin, war es wohl strategisch sinnvoll, kein weiteres Gewicht dazu zu geben. Naja, außerdem hatte ich ohnehin doppelt so viel Gepäck zurückgeschleppt, wie ich in meine Heimat mitgenommen habe. Denn wenn man seine Mama besucht, dann bekommt man natürlich viel zu Essen. Das läuft dann ungefähr so ab: "Mama, diese Jelly-Bohnen, die du mir neulich mitgebracht hast, die waren echt lecker!" Darauf sie: "Die gibt es noch. Wir fahren am Donnerstag einkaufen. Soll ich dir welche mitbringen?" Darauf ich: "Neh, lass mal. Ich ess doch nicht mehr so viel Süßes." Ratet mal, was ich in meinem Gepäck neben drei Packen Tortilla-Fladen gefunden habe!

Am frühen Abend haben wir uns dann noch mit meinen frischgebacken ehemaligen Mitschülern und zwei Lehrerinnen getroffen und uns nett unterhalten. Gemäß meinem Motto, möglichst jeden Tag etwas Neues zu versuchen habe ich in dem Café "Liebling" am Prenzlauer Berg ein Stückchen Guiness-Torte gekostet. War lecker Schokoladenschokokuchen mit einer frischen hellen Creme obenauf. Nachdem das Stück einmal die Runde gemacht hat, sind wir übereingekommen: Das ist ja wirklich lecker! Aber wo ist das Guiness? Wie auch immer, ich weiß nicht, woran es lag. Ob daran, dass das Guiness im Kuchen mich benebelt hat oder ich mir unbedingt einbilden wollte, dass der Kuchen nach Bier schmeckt: Am Ende hat man Hopfen und Malz herausgeschmeckt!

Keine Kommentare: