Neeeiiin! Ich habe es heute auch getan. Noch vor zwei Monaten habe ich mich darüber beschwert, heute bin ich selbst einer von ihnen. Ich war heute bei einem Vorstellungsgespräch für einen Praktikumsplatz. Und dabei habe ich es dann auch benutzt. Das Wort textaffin. Dabei bin ich eigentlich keiner von diesen Leuten, die nach dem Motto leben "Was interessiert mich heute mein Geschwätz von gestern?". Ich werde mich eine Woche nicht im Spiegel betrachten können *haha*. Nein, nein, Schwamm drüber. Aber trotzdem hasse ich es, wenn mir so was passiert.
21 Oktober 2008
14 Oktober 2008
Marcel Reich-Ranicki
Also ich verstehe diesen Mann nun wirklich nicht. Was ist denn an unserem Fernsehprogramm heutzutage schlecht? Werden wir nicht alle zu Juristen, wenn wir Barbara Salesch dabei zusehen, wie sie halbprofessionelle Schauspieler in den Knast schickt? Und wenn wir dem neuen Auswanderer-Coach auf kabel eins zuhören, sind wir dann nicht fürs Leben gewappnet? Inspiriert das perfekte Dinner anderer uns nicht, unseren Lebensstil und unsere Esskultur in Frage zu stellen? Und wenn wir Jumbo Schlag-mich-tot-wie-er-weiter-heißt beim Essen eines gigantischen Schnitzels zusehen, bewundern wir da nicht seine Tatkraft und seine Aufnahmefähigkeit? Klar, als uns Galileo noch vor einigen Jahren nur jeden dritten Abend erklärt hat, wie unsere Lieblingswaffeln hergestellt werden, da haben wir natürlich ein etwas breiteres Spektrum an Populärwissen nähergebracht bekommen. Aber muss sich nicht jeder, selbst der kleinste Student, irgendwann einmal spezialisieren? Und es ist ja nicht so, als ob man jeden Beitrag schon einmal gesehen hätte, selbst wenn man nur alle zwei Wochen aus Versehen einmal reinschaltet. Am innovativsten finde ich jedoch "Die Wahrheit - nichts als die Wahrheit". Das sind wahre Emotionen, der Mensch in seiner Urform. Meint ihr, dass das weniger gebildete Publikum sich jemals über die Notwendigkeit vom Lügen in der Gesellschaft Gedanken gemacht hat? Vielleicht denken sie beim nächsten Mal, wenn sie ihren besten Freund anlügen nicht: Oh, lügen ist böse! Vielleicht denken sie: Wenn ich nicht so taktvoll lügen würde, er wäre wahrscheinlich den Tränen nahe. Das ist es, was Fernsehen macht: es versöhnt uns mit unseren eigenen Unzulänglichkeiten.
Erinnert ihr euch noch an die erste Staffel von "Big Brother"? Als das noch als ein sozialanalytisches Projekt gehandelt wurde? Bevor Tine Wittler oder einer ihrer anderen "Home-Improvement"-Kollegen Hand angelegt hat? Um den Menschen, die dort einziehen ein ähnlich schönes Heim bereit zu stellen wie sie es zurücklassen? Da waren auch ein paar Akademiker dabei! Typen mit Niveau! Aber wer will die sehen? Wir sind doch so schon unzufrieden genug! Also wurden sie bei erster sich bietender Gelegenheit rausgewählt. Nein, ich verstehe diesen Reich-Ranicki wirklich nicht. Es ist nicht das Fernsehen - es ist das Publikum, dem er sich nicht verbunden fühlt.
Erinnert ihr euch noch an die erste Staffel von "Big Brother"? Als das noch als ein sozialanalytisches Projekt gehandelt wurde? Bevor Tine Wittler oder einer ihrer anderen "Home-Improvement"-Kollegen Hand angelegt hat? Um den Menschen, die dort einziehen ein ähnlich schönes Heim bereit zu stellen wie sie es zurücklassen? Da waren auch ein paar Akademiker dabei! Typen mit Niveau! Aber wer will die sehen? Wir sind doch so schon unzufrieden genug! Also wurden sie bei erster sich bietender Gelegenheit rausgewählt. Nein, ich verstehe diesen Reich-Ranicki wirklich nicht. Es ist nicht das Fernsehen - es ist das Publikum, dem er sich nicht verbunden fühlt.
12 Oktober 2008
Fahrenheit 451
Ich muss zugeben, dieses Buch will mich nicht mehr loslassen... Gestern abend, während mein Freund im Hintergrund das Länderspiel gesehen hat, habe ich dieses Bild zu Papier gebracht:

Es stellt dar, wie Guy Montag den alten Gleisen entlangläuft, geführt von der Vorstellung, dass Clarisse diesen Weg bereits vor ihm gegangen ist.
So ungefähr habe ich mir Guy Montag vorgestellt. Groß, einigermaßen durchtrainiert und gehüllt in die ausgebeulte Kleidung Fabers. Mit einem energischen Kinn, das mehr Tatkraft als Geisteskraft symbolisiert. Und Clarisse eben als junges Mädchen, und da sie nur in seinen Gedanken neben ihm herläuft nicht wettergerecht angezogen. Ich finde es wichtig, sie jugendlich naiv darzustellen, weil sie ihn lediglich geistig anzieht, und nicht körperlich. Denn das ist es, was mich an der Verfilmung von 1966 stört. Dadurch, dass die erwachsene Julie Christie Clarisse spielt, bekommt alles noch eine zusätzliche, romantische Ebene...
09 Oktober 2008
Die Bibliothek "400 minus"...
...wird wohl doch die "Bibliothek 250 minus". Jedes Buch nicht mehr als 250 Seiten. Im Gegenzug gibt es dann aber noch zwei weitere Abteilungen. Einmal die "Verbotene Abteilung". Dort stehen Bücher mit 251 bis 500 Seiten. Mit einem kleinen Warnschild vor dem Eingang. Und dann die "Wirklich verbotene Abteilung" mit einem riesigen Warnschild und drei kleinen - und Büchern mit mehr als 501 Seiten.
08 Oktober 2008
Fahrenheit 451
"Was Sie brauchen, sind nicht Bücher, sondern einiges von dem, was einst in Büchern stand. Es könnte auch auf den Fernsehwänden stehen. Derselbe wache Sinn könnte sich auch durch Rundfunk und Fernsehfunk mitteilen, tut es aber nicht. Nein, nein, es sind nicht Bücher, was sie suchen."
07 Oktober 2008
Bei der Post ist der Schalk zu Hause
Also ich war neulich bei der Post, um meiner Cousine einen Karte zum Geburtstag zu schicken. Eine süße Froschkarte in einem eigens dafür gekauften Büttenumschlag, den ich nochmal mit einem großen Frosch und Schmetterlingen bemalt habe. Ich gehe zur Post, lege den Brief vor die Schalterbeamte und sage: "Ich hätte gern eine hübsche Briefmarke dazu." Sie holt die Briefmarke raus, verdeckt sie mit ihrer Hand und befeuchtet sie an diesem Befeuchterschwamm. Und während sie die Briefmarke aufklebt sehe ich: "50 Jahre Bundeskartellamt." Und dann auch noch grau in grau. Der Traum eines jeden zwölfjährigen Mädchens...
05 Oktober 2008
Gelbes Curry
Heute abend habe ich dann zusammen mir meinem Freund gelbes Curry gekocht.
Zutaten:
Zutaten:
- 3 EL gelbe Currypaste
- 3 EL Pflanzenöl
- 400 ml Kokosmilch
- 400g Hähnchenfleisch
- eine gelbe Paprika
- eine große Mohrrübe
- eine kleine Zwiebel
- eine kleine Kartoffel
- eine Dose Ananas inklusive Saft
- eine Handvoll dried black fungus
- Erdnüsse nach Belieben

Currypaste mit dem Pflanzenöl vermischen und bei schwacher Hitze eine Minute erhitzen. Dann die Kokosmilch hinzu geben und bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Pilze für fünf Minuten in kaltem Wasser einweichen, dann entnehmen, ausquetschen und fein hacken. Dann gebt ihr das Fleisch hinzu, danach das gesamte Gemüse und Obst. Alles solange köcheln lassen, bis alles gut durch ist. Für gewöhnlich setze ich den Reiskocher auf, wenn alle Zutaten dem Curry hinzugefügt sind. Mit Reis und Erdnüssen servieren.
Also zum Curry gehören eigentlich nur die obersten drei Zutaten, aber man kann so ziemlich alles dazuschmeißen. Das Fleisch kann man beliebig austauschen - auch durch Tofu. Die Zwiebel sollte immer dabei sein - aber bei uns sind es Frühlingszwiebeln. Mein Freund und ich haben für uns festgestellt, dass wir eine gewisse Süße im Curry bevorzugen - deshalb die Ananas. Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Also zum Curry gehören eigentlich nur die obersten drei Zutaten, aber man kann so ziemlich alles dazuschmeißen. Das Fleisch kann man beliebig austauschen - auch durch Tofu. Die Zwiebel sollte immer dabei sein - aber bei uns sind es Frühlingszwiebeln. Mein Freund und ich haben für uns festgestellt, dass wir eine gewisse Süße im Curry bevorzugen - deshalb die Ananas. Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Bento #22
Gestern bin ich zum Geburtstag meiner kleinen Cousine gefahren. Nun ja, so klein ist sie auch nicht mehr. Gestern war ihr zwölfter Geburtstag. Aber sie ist immer noch soo süß. Wie auch immer, das ist eine Zugfahrt von drei Stunden, also bin ich morgens relativ früh losgefahren, und habe mir auch ein Bento gemacht:

oben: Reis mit Süß-saurer Sauce und gebackene Hähnchenbrust aus dem Gefrierfach. War noch übrig vom letzten China-Restaurant-Besuch...
unten (im Uhrzeigersinn): Tomate, Madeleine, Bananen-und-Physalis-Spieß, Erdnüsse, Birne, Kohlrabi, gelbe Paprika
Bis auf die Birne war eigentlich alles lecker! Die war noch zu hart. Birnen müssen weich sein! Dabei habe ich sie extra zwei Tage neben der Banane liegen lassen. Naja...
oben: Reis mit Süß-saurer Sauce und gebackene Hähnchenbrust aus dem Gefrierfach. War noch übrig vom letzten China-Restaurant-Besuch...
unten (im Uhrzeigersinn): Tomate, Madeleine, Bananen-und-Physalis-Spieß, Erdnüsse, Birne, Kohlrabi, gelbe Paprika
Bis auf die Birne war eigentlich alles lecker! Die war noch zu hart. Birnen müssen weich sein! Dabei habe ich sie extra zwei Tage neben der Banane liegen lassen. Naja...
02 Oktober 2008
Bento #21
Heute stelle ich das erste Bento ein, das ich für meinen Freund gemacht habe. Da er momentan Semesterferien hat, ergeben sich einfach nicht so viele Gelegenheiten. Also, eigentlich ist es vielmehr eine Lunchbox als ein Bento, aber ich dehne den Begriff jetzt einfach mal aus. Da Jungs zumeist keine niedlichen Sachen mögen, besitzt er genau eine einfache Brotdose für zwei Euro aus dem Supermarkt. Lediglich der Muppets-Sticker macht das ganze ein bisschen individueller:
- Mehrkornbrot mit Guiness-Käse
- ein halber Apfel, zwei mittelgr0ße Tomaten und Erdnüsse
- ein Milch-Haselnusspudding und Traubenzucker
Da gehört noch ein Klapplöffel dazu. Logisch, wie will man sonst den Pudding essen. Aber ich wollte nicht, dass er das Foto verdeckt.
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